Leezen am Schweriner See
Leezen ist eine ländliche Gemeinde am Ostufer des Schweriner Sees, rund zehn Kilometer von Schwerin entfernt. Zu ihr gehören die Dörfer Leezen, Görslow, Panstorf, Rampe und Zittow. Erste Erwähnungen reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück.
Leezen in Zahlen
Eckdaten der Gemeinde nach Hauptsatzung, Amt Crivitz und Statistischem Amt Mecklenburg-Vorpommern.
- Verwaltung
- Amt CrivitzLandkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern
- Ortsteile
- fünfLeezen, Görslow, Panstorf, Rampe und Zittow
- Entfernung nach Schwerin
- rund 10 kmüber den Paulsdamm und die Bundesstraße 104
- Einwohner
- rund 2.050amtlich 2.055 am 31. Dezember 2025
- Ersterwähnung Leezen
- 1325Urkunde vom 5. Mai 1325, der Ort heißt darin „Lecen“
- Gemeindeschlüssel
- 13 0 76 082amtlicher Schlüssel für Statistik und Verwaltung
Lage zwischen See und Autobahn
Das Gemeindegebiet liegt am Ostufer des Schweriner Sees und grenzt im Süden an den Innensee, im Norden an den Außensee. Zwischen beiden Seeteilen führt der Paulsdamm über das Wasser. Auf ihm verläuft die Bundesstraße 104 von Schwerin nach Rampe.
Über die B 104 besteht an der Anschlussstelle Schwerin-Nord Anschluss an die Autobahn 14. Von dort sind die A 20 Richtung Wismar und Lübeck sowie die A 24 zwischen Hamburg und Berlin erreichbar.
Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann Leezen auf einer Tour um den Innensee kennenlernen. Die Landeshauptstadt beschreibt eine Runde von etwa 33 Kilometern, die über den Paulsdamm, Rampe, Panstorf, Leezen und Görslow führt und auf diesem Abschnitt meist einem straßenbegleitenden Radweg folgt.
Radtour um den Innensee bei schwerin.de, öffnet in neuem Fenster
Die fünf Ortsteile
Die Hauptsatzung der Gemeinde vom 29. Januar 2025 nennt diese Ortsteile.
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Leezen
Der namensgebende Ort mit Grundschule und einem Gutshaus aus der Zeit um 1850. Gutshaus und Park sind als Baudenkmal erfasst.
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Görslow
Bekannt für seine Kirche: Gutsherr Georg von Behr ließ sie ab 1842 als verputzten Saalbau im Rundbogenstil errichten, 1845 war sie fertig, 1846 wurde sie geweiht. Die Apsis ist blau ausgemalt und mit goldenen Sternen besetzt.
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Panstorf
Dorf zwischen Rampe und Leezen, an der Radrunde um den Innensee gelegen.
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Rampe
Rampe wird bereits 1171 erwähnt. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist der Ort Standort des Diakoniewerks „Neues Ufer“, außerdem hat das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern hier seinen Sitz.
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Zittow
Erstmals 1251 erwähnt. Die Dorfkirche geht auf einen Feldsteinbau des 13. Jahrhunderts zurück, der Turm aus Backstein kam später hinzu.
Geschichte in Stationen
Ausgewählte Daten aus den Ortsteilen, nach der früheren Gemeindechronik, dem Amt Crivitz und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege.
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1171
Rampe wird erwähnt
Die Erwähnung von Rampe ist die früheste Jahreszahl, die das Amt Crivitz für die Ortsteile nennt.
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1251
Erste urkundliche Erwähnung Zittows
Eine Urkunde überlässt dem Schweriner Domkapitel Besitzrechte in Zittow. Die Dorfkirche entsteht im 13. Jahrhundert.
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1325
Erste Nennung von Leezen
Am 5. Mai 1325 verpfändet Graf Nikolaus von Schwerin Abgaben aus „Lecen“. Im Spätmittelalter gehört das Dorf verschiedenen Adelsfamilien.
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1675
Durchzug schwedischer Truppen
Nach der Schlacht bei Fehrbellin plündern schwedische Soldaten die Dörfer, in Zittow brennt das Pfarrhaus ab.
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1846
Weihe der Kirche Görslow
Die 1842 begonnene und 1845 fertiggestellte Kirche wird am 17. Mai 1846 geweiht. Um 1850 entsteht das Gutshaus in Leezen.
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2014
Amt Crivitz
Zum 1. Januar 2014 gehen die Ämter Banzkow, Crivitz und Ostufer Schweriner See im heutigen Amt Crivitz auf. Leezen gehörte zuvor zum Amt Ostufer Schweriner See.
Das Gemeindewappen
Die Hauptsatzung beschreibt das Wappen so: „In Gold ein blauer Balken, begleitet: oben von einem aus zwei Tragsteinen und einem Deckstein bestehenden roten Steingrab, unten von fünf (3:2) roten Pflugscharen.“
Leben im Ort
Schulen, Vereine und Gastronomie in Leezen und Umgebung.
Weitere Orte bei Gastro-MV.de: Übersicht aller Orte, öffnet in neuem Fenster. Das Vereinsverzeichnis der Gemeinde mit weiteren Vereinen, etwa für Handball, Angeln oder den Erhalt der Zittower Kirche, führt das Amt Crivitz, öffnet in neuem Fenster.
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Verwendete Quellen
Die Angaben auf dieser Seite wurden am 16. Oktober 2026 mit diesen Quellen abgeglichen.
Alle 12 Quellen
- Hauptsatzung der Gemeinde Leezen vom 29. Januar 2025, PDF, öffnet in neuem FensterWappen (§ 1), Ortsteile (§ 2)
- Statistisches Amt M-V: Bevölkerungsstand der Gemeinden am 31.12.2025 (A123 2025 22), PDF, öffnet in neuem FensterEinwohnerzahl am 31.12.2025, Gemeindeschlüssel
- Amt Crivitz: Gemeinde Leezen, öffnet in neuem FensterErsterwähnungen von Leezen und Rampe, Gutshaus Leezen, Landeskriminalamt in Rampe
- Amt Crivitz: Das Amt, öffnet in neuem FensterBildung des Amtes zum 1. Januar 2014
- Amt Crivitz: Schulen, öffnet in neuem FensterGrundschule Leezen, Schulen in Cambs und Crivitz
- Landesamt für Kultur und Denkmalpflege: Kirche in Görslow, öffnet in neuem FensterBauherr, Bauzeit, Weihe am 17. Mai 1846, Baustil
- Frühere Gemeindeseite: Historischer Abriss (Webarchiv), öffnet in neuem FensterUrkunde vom 5. Mai 1325, Plünderungen und Pfarrhausbrand 1675
- Fünf Türme: Chronik der Gemeinde, öffnet in neuem FensterErwähnung Zittows 1251 und Besitzrechte des Domkapitels
- Kirchengemeinde Pinnow: Görslow, öffnet in neuem FensterAusmalung der Apsis
- Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V: NSG Ramper Moor, öffnet in neuem FensterMoortyp, Unterschutzstellung, Zugänglichkeit
- Landeszentrale für politische Bildung M-V: Neuaufbruch in Rampe, öffnet in neuem FensterAnfänge des Diakoniewerks Neues Ufer ab 1990
- Landeshauptstadt Schwerin: Mit dem Fahrrad um den Schweriner See, öffnet in neuem FensterRadrunde um den Innensee über die Ortsteile